Radwegschild Glindow Klaistow

Der neue Radweg an der Landesstraße ist gut sechs Kilometer lang und meist drei Meter breit.

Auf zwei Rädern zur Landesgartenschau

Von Beelitz per Rad an die Ufer von Havel und Elbe: Das Radwegesystem rund um die Spargelstadt und ihre Ortsteile ist fast komplett. Während man bereits seit Jahren auf dem Europaradweg R1 nahezu autofrei ans Elbufer in der 70 Kilometer entfernten Lutherstadt Wittenberg gelangt, ist dies ab sofort auf extrabreiten Radwegen auch an die Havel in der Nachbarstadt Werder (Havel) möglich. Der Ausbau der Landesstraße und der Neubau eines drei Meter breiten Radweges zwischen Klaistow und Glindow sind abgeschlossen, die Straße und der Radweg wurden am Mittwoch freigegeben.

„Ich freue mich, dass wir den Radweg und die Landesstraße L 90 heute freigeben können. Für alle, die mit dem Rad unterwegs sind, ist das eine gute Nachricht, weil sie zukünftig deutlich sicherer auf dem Weg in die Schule oder in der Freizeit unterwegs sein können. Wer zur Landesgartenschau im kommenden Jahr nach Beelitz kommen möchte, kann das nun ganz einfach mit dem Rad tun“, so Verkehrsminister Guido Beermann.

Radfahrer auf dem Radweg Glindow-Klaistow

Besonders wegen der Autobahnabfahrt war das Radeln auf der L90 gefährlich. Mit dem Radweg ist das Problem jetzt behoben.

Rund 7,1 Millionen Euro wurden investiert. Das Land trägt davon 6,5 Millionen Euro, die Stadt Beelitz 101.000, der Rest stammt vom Bund und dem Wasser- und Abwasserzweckverband Nieplitz.

Weiterhin wird bis Jahresende die Brücker Straße ausgebaut, von Beelitz nach Brück gibt es entlang der Bundesstraße 246 einen durchgehenden Radweg. Zudem saniert der Landesbetrieb Straßenwesen derzeit den Radweg entlang der B2 zwischen Beelitz und Seddin, bei dem Wurzelaufbrüche vorher noch Radfahrer behinderten. „Rund um Beelitz verfügen dann alle wichtigen Bundes- und Landesstraßen über hervorragende Radwege“, sagt Chefplaner Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen.

„Wir freuen uns sehr, dass der Landesstraßenbetrieb nicht nur alle wichtigen Hauptstraßen vor der Landesgartenschau im kommenden Frühjahr erneuert, sondern auch eine moderne Fahrradinfrastruktur schafft, um die Ausrichtung der Stadt Beelitz auf umweltfreundliche Mobilität zu unterstützen“, sagt der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth. Zur Landesgartenschau ist man auf viele Radfahrer aus der Region vorbereitet, direkt am Haupteingang entsteht eine große Abstellanlage.

Bis zum kommenden Frühjahr baut die Stadt Beelitz zudem in Eigenregie einen Radweg entlang der Landesstraße 73 zwischen Zauchwitz und Rieben, die Verlängerung zum Nachbarlandkreis Teltow-Fläming ist in Planung. Neben Anwohnern erhalten auch Touristen dadurch deutlich bessere Bedingungen: So entsteht durch die Anbindung ins nahe Luckenwalde eine Verbindung mit der Fläming-Skate, die von Beelitz derzeit schon auf Radwegen über Treuenbrietzen und Altes Lager erreichbar ist. Somit wird die Stadt für Radtouristen noch interessanter, auch nach der Landesgartenschau. Bereits jetzt gibt es durchgehende Radwege in die Reiseregionen Hoher Fläming und Schwielowsee sowie Potsdam und Berlin. Wem das nicht weit genug ist: Nach London sind es auf dem Europaradweg R1 genau 1600 Kilometer, nach Moskau 3520.

Zwischendurch aufladen können Fahrer von Pedelecs und E-Bikes in der Spargelstadt zudem an elf Ladestationen: Jeweils vier stehen an den Bahnhöfen Beelitz-Heilstätten und Beelitz Stadt. An den kleineren Bahnhöfen im Stadtgebiet in Elsholz und Buchholz ist je eine Station entstanden – ideal für Pendler und Touristen, die Zug und Rad kombinieren. Dazu gibt es eine Station am Beelitzer Marktplatz. Rund 40.000 Euro hat die Stadt dafür ausgegeben, die Investition wurde zu 70 Prozent durch das Bundesprogramm Klimaschutz durch Radverkehr gefördert.

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