Der Künstler Jörg Menge vor seinen Bildern

Jörg Menge vor seinen Werken. Die Ölbilder auf Leinwand zeigen oft Figuren aus der Mythologie.

Aufregende Kontraste zwischen Abstraktem und Figürlichem in der Mühlenremise

Ausdrucksstarke Figuren in Öl auf Leinwand und farbgewaltige Abstraktionen aus Lack auf Metall: Es sind starke Kontraste, die in der aktuellen Ausstellung in der Beelitzer Mühlenremise von Jörg Menge und Anand Lemmens trotzdem miteinander harmonisieren.

„Meine Werke sind eine Mischung aus Expressionismus und surrealen Figuren, es gibt immer eine Dramatik in den Gesichtern und den gesamten Körpern“, beschreibt Jörg Menge sein Schaffen.

Der Maler aus Falkensee lässt sich dabei nach eigenen Worten von Gesehenem, Erlebtem und Phantasiertem inspirieren. Oft sind es Figuren der Mythologie, wie der Pan, die er in einen neuen Kontext setzt. Seit 1988 arbeitet Menge freiberuflich als Maler und Grafiker, die gezeigten Werke stammen aus den vergangenen zwölf Jahren.

Für Anand Lemmens ist die Ausstellung auf der Landesgartenschau die erste, bei der er seine Werke einem größeren Publikum präsentiert. Seit 2016 befasst er sich im heimischen Lindow intensiv mit Kunst. Seine abstrakten Werke bestehen meist aus Lack in Verbindung mit Wasser, aufgetragen auf dünne Metallplatten. Auch Asche oder Holzkohle hat er in seinen dreidimensional wirkenden Werken verarbeitet.

„Wenn ich anfange, habe ich noch kein fertiges Motiv im Kopf. Das entsteht erst im Prozess und spiegelt so auch meine Gefühle in diesem Moment wider“, erklärt Lemmens seine Arbeitsweise.

Anand Lemmens arbeitet mit Lack und Stoffen wie Asche oder Holzkohle, die er auf Metallplatten aufbringt. Seine Werke füllen den dritten Raum, den zweiten teilen sich beide Künstler.

Die noch bis zum 1. September täglich geöffnete Ausstellung ist die erste in der Mühlenremise, bei der zwei Maler ihre Werke präsentieren. Ihre unterschiedlichen Stile wurden auch bei der Hängung in den drei Räumen berücksichtigt: So sind die in helleren Tönen gehaltenen Ölbilder Menges hauptsächlich im ersten Raum mit geweißten Wänden vertreten, während die teils schwarz gerahmten oder in dunklen Tönen gehaltenen Arbeiten von Lemmens auf original teilverputzten Wänden der Remise mit wärmerer Ausstrahlung hängen.

Insgesamt zeigen bis Ende Oktober in der Mühlenremise 24 märkische Künstlerinnen und Künstler ihr Schaffen. „In dieser Ausstellung ist das Zusammenwirken eines Newcomers und eines erfahrenen Künstlers eine spannende Besonderheit“, sagt der Kunstbeauftragte der Landesgartenschau, José Nuevo. In den anderen Schauen werden neben Bildern zumeist auch Skulpturen ausgestellt.

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