Offizielle Staffelstabsübergabe

Der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth und Minister Axel Vogel haben Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann den Staffelstab übergeben (v.l.).

Beelitz übergibt Staffelstab an die Stadt Wittenberge für Landesgartenschau 2027

Die Landesgartenschau Beelitz hat bei einem Festakt am heutigen Sonntag den Staffelstab an die Stadt Wittenberge übergeben, in der im Jahr 2027 die nächste Brandenburgische Landesgartenschau stattfinden wird. Nachdem Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, ein erstes Resümee der LAGA Beelitz gezogen hat, hat der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth den Staffelstab an Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister der Stadt Wittenberge, übergeben. Zudem gab Bernhard Knuth, der auch Geschäftsführer der Landesgartenschau ist, einen Ausblick auf die kommenden Tage bis zum Ende der Landesgartenschau. Für musikalische Unterhaltung sorgten bei der 90-minütigen Veranstaltung die LAGA-Botschafterin Dagmar Frederic und das Brandenburgische Konzertorchester Eberswalde.

Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg: „Das sehr gut durchdachte Konzept der Landesgartenschau, ein „Gartenfest für alle Sinne“ ist aufgegangen. Ich bin mir sicher, dass Beelitz nach dieser LAGA mit sehr viel mehr als Spargel in aller Munde ist! Ein facettenreich gestalteter Park und Landschaftsgarten, Kunst, Kultur und Kulinarik bildeten eine Einheit, ergänzten sich und setzten einander in Szene. Die hervorragende Arbeit der Gärtnerinnen und Gärtner, der Garten- und Landschaftsbauer sowie das vielseitige Rahmenprogramm auf der neu geschaffenen Bühne, in der Sommerküche oder im Garten-Info-Treff machten diese Landegartenschau tatsächlich für alle Sinne erlebbar. Bleiben werden die Grünflächen und Nutzung umgesetzter Projekte wie der Beseitigung der Industriebrache durch die Umgestaltung zu einem attraktiven Open-Air-Veranstaltungsort. Die denkmalgerechte Sanierung der „Alten Wassermühle“ oder Brandenburgs größter Spielplatz bleiben Attraktionen für die Beelitzerinnen und Beelitzer sowie ihre Gäste. Mit der Unterstützung der Landesregierung von 16 Millionen Euro wurde ein deutlicher Impuls für die weitere Entwicklung der Stadt Beelitz und der Region gegeben. Freuen wir uns auch schon jetzt auf die LAGA 2027 in Wittenberge im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe!“

Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister der Stadt Wittenberge: „Ich freue mich sehr, dass 2027 die 8. brandenburgische Landesgartenschau in Wittenberge stattfindet. Nach dem erfolgreichen Brandenburg-Tag 2018 kommt das nächste Großereignis zu uns an die Elbe und darauf sind wir auch ein wenig stolz. Die LAGA bietet für Wittenberge und die gesamte Prignitz ein enormes Potenzial. Man sieht hier vor Ort, wie toll Beelitz diese Herausforderung gemeistert hat und sich als guter Gastgeber präsentiert – mit viel Liebe zum Detail. An diesen Erfolg wollen wir als Stadt anknüpfen und heißen schon jetzt alle Gäste in der Elbestadt willkommen!“

Bernhard Knuth, Bürgermeister der Stadt Beelitz und LAGA-Geschäftsführer: „Ich wünsche der Elbestadt Wittenberge viel Erfolg für die Landesgartenschau 2027, viele Besucher und viele berührende Momente. Nach sechs Monaten Gartenschau kann ich sagen: Die Energie, die alle Beteiligten im Vorfeld und während der LAGA investieren, wird mehrfach belohnt, wenn man in die begeisterten Gesichter der Besucher schaut. Ob es die Kinder sind, die mit ihren Eltern den großen Spielplatz für sich erobert haben. Ob es eingefleischte Gartenschau-Fans sind, die die Vielfalt der Pflanzungen und Themengärten bestaunen. Oder ob es Menschen sind, die wegen der vielen Kulturveranstaltungen gekommen sind und ganz nebenbei die Gartenschau erleben. Sie alle haben Beelitz in den vergangenen Monaten ganz neu entdeckt.“

Noch bis zum 31. Oktober ist die Landesgartenschau geöffnet, mit einem großen Programm und vielen Attraktionen in den Herbstferien. Ab dem 22. Oktober haben zudem nicht nur Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr kostenlosen Eintritt. Auch Erwachsene erhalten ein kostenloses Ticket, wenn die letzte Zahl der Zugangsnummer auf ihrem Personalausweis (unten rechts auf der Vorderseite) die letzte Zahl des Tagesdatums ist, für den 22. Oktober beispielsweise eine 2.

Mehr als 515.000 Gäste haben die Landesgartenschau bereits besucht. An den 201 Gartenschautagen bis zum 31. Oktober gab es insgesamt mehr als tausend Veranstaltungen. Allein auf dem Festspielareal fanden 105 Veranstaltungen statt, die rund 100.000 Besucher angezogen haben. Fast 12.000 Besucher kamen zu 13 eintrittspflichtigen Sonderveranstaltungen. Ein Publikumsmagnet waren auch die Sommergärten, bei denen sich jeden Sonntag vom 1. Mai bis 2. Oktober die Beelitzer Ortsteile vorstellten und Stars wie Dagmar Frederic, Harpo oder Bata Illic und viele weitere für musikalische Höhepunkte sorgten. Mehrere Zehntausend Gäste haben die Sommergärten insgesamt genossen. Das erfolgreiche Format wird 2023 fortgesetzt.

Auch gärtnerische Themen waren stark nachgefragt: Rund 500 Vorträge und Workshops im GartenInfoTreff wurden von etwa 8000 Gästen besucht. Organisiert wurde der GartenInfoTreff vom Gartenbauverband Berlin Brandenburg e.V., dem Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg e.V. und der Landesgartenschau Beelitz.

Äußerst erfolgreich war auch das Grüne Klassenzimmer, das von der Grünen Liga Berlin organisiert wurde: An 305 gebuchten Workshops, vielen Sonderveranstaltungen und 30 Tagen offenem Ferienprogramm haben rund 7.500 Kinder teilgenommen. Sie haben dabei unter anderem 351 Möhrenflöten geschnitzt, 281 Nisthilfen für Wildbienen gebaut und 4,5 Liter Sahne zu 1,5 Kilogramm Butter geschüttelt. Die äußerst erfolgreiche Arbeit des Grünen Klassenzimmers im Slawendorf wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt.

Insgesamt wurden auf dem Gelände der Landesgartenschau 22 Millionen Euro investiert. 16 Millionen Euro davon stammen aus Fördermitteln das Landes Brandenburg. Die Investitionen wurden von Beginn an auf Nachhaltigkeit ausgelegt und werden den Menschen der Stadt Beelitz und der Region über viele Jahre einen Mehrwert an Erholung, Aufenthaltsqualität und Unterhaltung bieten.

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