Sabine Zobel und Sandra Hoedt

Sabine Zobel (l.) und Sandra Hoedt haben die Künstlergruppe bei der Ausstellungseröffnung am Samstag vertreten.

Der Künstlertreff Grüner Nagel zeigt die ganze Bandbreite der Kunst in der Mühlenremise

Wimmelbilder aus Kinderbüchern, mit dem Bunsenbrenner in Holzplatten gebrannte Motive oder Schmuckstücke, die in dekorative Rahmen verpackt eine eigene Geschichte erzählen: Es ist eine extreme Bandbreite der Kunst, die die acht Mitglieder des Treuenbrietzener Künstlertreffs Grüner Nagel bis zum 29. September in der Mühlenremise der Landesgartenschau zeigt.

„Wir haben allein drei verschiedene Keramikerinnen, die völlig unterschiedliche Techniken und Stile anwenden und ausstellen“, sagt Sabine Zobel, die gemeinsam mit Sandra Hoedt den Künstlertreff am Samstag zur Ausstellungseröffnung repräsentierte.

Während Zobel selbst sowohl dezent glasierte Keramiken für Wohnung und Garten als unglasierte Figuren ausstellt, wird es bei ihrer Kollegin Barbara Brunner farbintensiv: Die Tomaten leuchten etwa in sattem Rot, die Pfifferlinge in Ockertönen. In Plattentechnik verarbeiteter schwarzer Ton wiederum bestimmt die Werke von Marlis Schumann, die auf der früheren Pferdefutterraufe im mittleren Remisenraum ausgestellt sind.

Ein klassisches Pferdeportrait in Öl von Raimund Martens weist auf die frühere Funktion des Raumes hin. An der Wand gegenüber stellen florale Drucke und Aquarelle den Bezug zur Gartenschau her. Der zeigt sich auch in den Schmuckkreationen von Andrea Hanschke, die unter anderem Stoffblumen oder Blätter in ihren Kreationen verarbeitet. Zum reinen Schmuck, der häufig aus gesammelten Materialien besteht, kreiert sie Rahmen, die die Ketten, Armbänder und Ohrringe auch ohne Trägerin zur gekonnten Dekoration werden lassen und ihnen eine Geschichte geben. Die farbenfrohen Kreationen harmonisieren wunderbar mit den abstrakten Acrylbildern von Sandra Hoedt. Die Farbe bringt sie unter anderem mit Duschabzieher oder Spachtel auf die großformatigen Bilder.

„Je nach Stimmung und Jahreszeit wechseln dabei Farbe und Form. Zudem sollen sich die Bilder auch gut in den Raum einfügen, für den ich sie male“, beschreibt Sandra Hoedt ihr Schaffen.

Sehr kontrastreich gibt sich die Kunst im dritten Ausstellungsraum: Während Sandy Falkner mit seinem Bunsenbrenner die Struktur großer Holzfaserplatten hervorhebt und anschließend mit Farbe Akzente hervorhebt, wird es bei Stefanie Gehricke-Jeschke kleinteilig: Die Kinderbuchautorin hat ein Buch mit vielen Wimmelbildern, die kleine Geschichten erzählen, herausgebracht. Besucher können deren Werdegang nachvollziehen. So sind zunächst kleine Einzelbilder ausgestellt, deren Motive man anschließend im großen Wimmelbild wiederfindet.

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