José Nuevo

Der Salzbrunner José Nuevo kuratiert als LAGA-Kunstbeauftragter die Ausstellungen und zeigt auch eigene Werke.

Erste Kunst-Ausstellung in der Mühlenremise

Spannende Körperstrukturen in Marmor oder Muschelkalk, umgeben von großformatigen Aufnahmen schäumender Wasserfälle oder monumentaler Stadtansichten: Die Remise der Beelitzer Wassermühle ist zur Kunstheimat geworden. Noch bis zum 11 Mai läuft die Ausstellungen mit Skulpturen des Salzbrunner Bildhauers José Nuevo und des Potsdamer Fotografen Klaus D. Fahlbusch. Wo einst die Pferde des Müllers standen, sind anlässlich der Landesgartenschau drei helle Ausstellungsräume entstanden, in denen bis zum 31. Oktober alle zwei Wochen wechselnde Kunstwerke von mehr als 20 Kunstschaffenden präsentiert werden.

Der Ausstellungsbesuch ist im LAGA-Eintritt inklusive, die Remise betritt man vom Gartenschaugelände aus über den mit Oliven- und Zitrusbäumen geschmückten Mühlenhof. Tritt man in den ersten Ausstellungsraum, fällt der Kontrast zum Gartenschaugelände mit der strahlenden Farbvielfalt der Blumen auf: Skulpturen und Fotografien sind hier in schwarz-weiß gehalten. Während teils eindeutige, teils abstrakte Körper aus weißem Marmor oder schwarzem Muschelkalk die Raummitte dominieren, schmücken ausdrucksstarke menschliche Portraits vor beeindruckenden Kulissen die Wände.

Im mittleren Raum kehrt die Farbe zurück: Die Fotografien von Landschaften und Tiernahaufnahmen werden von Grün- und Blautönen dominiert. Das Tiermotiv wird auch in den Skulpturen aufgenommen: Eine Feder aus Muschelkalk zeigt den Gegensatz von schwerem Stein und Leichtigkeit, und die Bronze eines Pferdekopfes vor einer alten Futterraufe verweist auf die ursprüngliche Nutzung des Raumes.

Ein Zusammen von Nah und Fern spiegelt sich schließlich im dritten Raum: Während die für Beelitz typischen Spargelstangen in den Ecken aus buntem Marmor zur Decke streben und abstrakte Holzkörper spargelähnlich in der Raummitte emporwachsen, zeigen Reisebilder fantastische Einblicke in die Natur und das Leben Asiens und Südamerikas.

„Die Kunstausstellungen in der Mühlenremise bereichern die Landesgartenschau um viele Eindrücke, die die beeindruckenden Werke bei den Besuchern hinterlassen. Mit diesem Ort ist Beelitz nicht nur um eine Attraktion reicher. Kunstschaffende aus ganz Brandenburg erhalten hier zudem die Möglichkeit, sich einem großen Publikum zu präsentieren“, so der Bürgermeister und LAGA-Geschäftsführer Bernhard Knuth.

„Das Spektrum der Künstler in der Mark hat eine enorme Spannweite, die hier den Zuschauern präsentiert wird. Das Konzept, die Werke zweier Kunstschaffender gemeinsam zu präsentieren und so spannende Kontraste zu erzeugen, geht schon in der ersten Ausstellung zu hundert Prozent auf“, sagt LAGA-Geschäftsführerin Marina Ringel.

Informationen zu allen Künstlern, die bis Ende Oktober in der Remise zu sehen sein werden, können Besucher vor Ort durch QR-Codes über ihr Handy abrufen. Zu den aktuell Ausstellenden sind sie jeweils auch direkt an der Wand angebracht.

So erfährt man unter anderem, dass der gebürtige Spanier José Nuevo, der im Beelitzer Ortsteil Salzbrunn lebt, nicht nur durch nationale und internationale Einzelausstellungen gewürdigt wurde, sondern auch Meisterschüler der Berliner Universität der Künste ist. Der gebürtige Thüringer Klaus D. Fahlbusch hatte bereits als Schüler im Fotolabor gestanden und ist seit 1990 freiberuflich als Fotograf und Kameramann tätig. Mehr als 90 Länder hat Klaus Fahlbusch für seine Fotografien bereist. José Nuevo, der als Kunstbeauftragter der Landesgartenschau auch die Ausstellungen in der Remise kuratiert, bringt von seinen Reisen keine fertigen Kunstwerke, aber das Material seiner Skulpturen mit.

Vom 12. bis zum 26. Mai werden als nächstes Aquarelle von Dirk Müller und Keramiken von Kornelia Ganze-Halling in der Mühlenremise zu sehen sein.

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