Claudia Rump

Claudia Rump hat den Garten “Sitting and Eating” gestaltet. Er ist eienr von sechs Themengärten auf dem Gartenschaugelände.

Gartenvielfalt am Haupteingang nimmt Gestalt an

Auch im regnerischen und grauen November wird in Beelitz dafür gesorgt, dass das nächste Frühjahr bunt wird: Nahe dem Hauptparkplatz nimmt der erste von sechs Themengärten Gestalt an. „Wir wollen hier im Grunde das Gegenkonzept eines formalen Gartens schaffen“, sagt Claudia Rump von der Firma Kracht Gala Bau aus Rietz-Neuendorf im Landkreis Oder-Spree. Die Firma ist eine von sechs aus ganz Brandenburg, die jeweils einen runden, mit Hainbuchenhecken umfassten Themengarten gestalten.

Sieben Söhne des Himmels Strauch

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch.

Seit gut einer Woche sind die Gärtner von Kracht in Beelitz an der Arbeit, um ihren Garten mit dem Titel „Sitting and Eating“ zu gestalten. Am Dienstag sind die Arbeiten weitestgehend fertig geworden. Der Garten wird durch geschwungene Linien dominiert, in den Beeten stehen neben Zierpflanzen essbare Pflanzen, Heilkräuter, Mohn oder auch Artischocken. Die Artischocken sind derzeit noch im Gewächshaus und werden im Frühjahr in das Hochbeet aus Naturstein gesetzt.

„Man soll sich hier als Besucher einfach wohlfühlen und sehen, wie man verschiedene Nutzungen auf kleinem Raum kombinieren kann“, so Claudia Rump. Mit der Mischung aus Zierpflanzen und essbaren Pflanzen passt das Konzept genau zum Leitmotiv der Landesgartenschau, der Kulinarik.

Drei große, mehr als zehn Jahre alte Bäume sind zudem gepflanzt und dominieren den Garten. Dabei handelt es sich mit einer Blumenesche, einer Säulen-Blutbuche und als besonderem Gehölz dem Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch um exotisch klingende Exemplare. Letzterer ist ein aus China stammender Strauch, der bis in den September hinein blüht. „Wir wollen zeigen, dass man auch auf vergleichsweise kleinem Raum eine große Arten- und Blütenvielfalt schaffen kann“, sagt Hans Peter Kracht, Geschäftsführer von Kracht Gala Bau. Schließlich sei das ein großer Beitrag zum Naturschutz, Arten würden erhalten und Bienen über längere Zeit Nahrung finden. Die Vielfalt setzt sich auch bei den Wegen fort: Sandweg, Holzbelag und zwei verschiedene Pflasterarten wechseln sich ab. Die Idylle wird durch einen Wandelgang beschattet, über den im Frühjahr noch Weidenmatten gelegt werden. Dann kommen auch die Möbel in den Themengarten. Auch die anderen fünf Themengärten werden in den kommenden Wochen angelegt.

„Sie schaffen am Haupteingang gemeinsam mit den ebenfalls dort entstehenden Cocktailbeeten ein abwechslungsreiches Entree, das den Gartenschaubesuchern gleich am Anfang ihres Besuches einen Einblick in die Vielfalt der Gartengestaltung geben wird“, sagt LAGA-Projektleiter Joachim Muus.

Die Cocktailbeete sind runde Blumenarrangements, deren Farbgebund an bekannte Cocktails erinnern – also etwa rote Blütenpracht für die Bloody Mary und gelbe für den Bellini.

Dass sich mit den Themengärten Garten- und Landschaftsbauer eines Bundeslandes vorstellen können, hat inzwischen Tradition. So sollen Besucher vom Kleingärtner bis hin Häuslebauer Inspiration für die Gartengestaltung erhalten und die Unternehmen ihr Können unter Beweis stellen. Dabei wird es in Beelitz auch regional: Auch der Fichtenwalder Mario Wagner wird mit seinem Unternehmen einen der Themengärten gestalten.

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