Kein Lockdown auf LAGA-Baustelle in Beelitz

Gutes Viertel des Gartenschaugeländes fertig/ Kern-Park bereits von Bürgern gut angenommen/ im Zeit- und Kostenplan

Was mancherorts für Stillstand sorgt, hat das Baugeschehen für die Landesgartenschau (LAGA) in Beelitz 2022 bislang verschont – kein Lockdown durch Corona. „Wir können mit Stolz sagen, dass wir im geplanten Kostenrahmen und Zeitplan liegen“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. Ein gutes Viertel der LAGA-Anlagen sei fertiggestellt. Während die anderen drei Bauabschnitte durch Abriss- bzw. Anlagenbau und Pflanzungen vom Entstehen des Neuen künden, wird das Kerngebiet der LAGA – der Park an der Nieplitz – von den Beelitzern schon kräftig  genutzt. Gut – auch mit Rollstühlen – befahrbare Wege, bepflanzte Beete und Baumreihen, Bänke, der Pavillon fürs spätere LAGA-Café, die Nieplitz-Treppen ziehen die Spaziergänger an. Wenngleich sich der Park mit rund 3 Hektar im gesamten LAGA-Areal mit 15 Hektar flächenmäßig eher bescheiden ausnimmt, besitzt er als zentraler Mittelpunkt große Bedeutung als Tor und Verbindung zur Altstadt. Am 5. Dezember 2018 hatte der damalige Brandenburger Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) dort, wo früher die Beelitzer Festwiese bespielt wurde, den Scheck über die erste Fördermittel-Million für die Umgestaltung zum LAGA-Park, dem ersten Bauabschnitt, überreicht. Inzwischen wird in vier von fünf  Bauabschnitten gearbeitet. Die Fördermittel sind ausgereicht bzw. beantragt. Das Kostenvolumen von 15 Millionen Euro werde laut Knuth mit rund 9,5 Millionen gefördert. Für den 5. Abschnitt (Reisemobilstandplatz an der Trebbiner Straße) wird das B-Planverfahren gerade vorbereitet.

Deutliche Konturen zeigen die Anlagen entlang der Nieplitz. Das alte Schwimmbad, gebaut 1974, ist abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein großer Kinder- und Familienbereich, in den der jetzige Altstadtspielplatz versetzt integriert und erweitert wird. Allein 550 000 Euro werden für Neuanlagen, Spielgeräte und Verweilelemente für Kinder und Eltern dort investiert. Erhalten bleibt das bisherige Kleinkindbecken, das zu einer Matschanlage mit Düsen umgerüstet wird. Mitte 2021 soll der Bereich fertig gestellt sein. Bereits parat liegen die Betonelemente, die als 20 Zentimeter tiefes kleines Kanalbett das alte Mühlenfließ zwischen dem Spargelmuseum und dem Garten der in Sanierung befindlichen Wassermühle auf einer Länge von etwa 200 Metern neu interpretieren sollen. Die Erdarbeiten laufen, die Montage der Betonelemente soll jetzt starten, kündigt Knuth an. Die laufenden Abrissarbeiten auf dem alten Klärwerksgelände künden vom Beginn der neuen Ära als Festspielareal mit Freilichtbühne und 500 Zuschauerplätzen. Das alte sogenannte Ansatzbecken wird als Lebensraum für Fische und Amphibien bereitet, aus dem einmal vier Fontänen sprühen. Für Anfang 2021 ist der Aufbau-Start für das Groß-Projekt Festspielareal geplant.

Frisch saniert präsentiert sich seit gut einem Monat die Treuenbrietzener Straße im Bereich zwischen Nieplitzbrücke und Wassermühle mit neuem Altstadtpflaster und sieben Parktaschen. Sie verbindet den Parkbereich samt gestaltetem Nieplitzufer mit den geplanten Archegärten, deren groß angelegte Beete und Wege tiefbaumäßig errichtet sind. Im nächsten Jahr sollen wassergebundene Wegedecken bzw. sandfarbener Asphalt aufgebracht werden. Entlang des Weges zum geplanten Slawendorf, dort, wo Archäologen Fundstücke mittelalterlicher slawischer Siedlungen entdeckt hatten und das Grüne Klassenzimmer gestaltet wird, werden in diesen Tagen Bäume gepflanzt; darunter Kopfweiden und Maulbeerbäume, aber auch historische Obstbaumsorten, Ulmen, Eschen sollen folgen. Zurzeit wird laut Bürgermeister in Sichtnähe zur Straße der Mühlenteich angelegt und bei frostfreiem und trockenem Wetter noch mit einer Tonschicht abgedichtet. Spätestens im Frühjahr 2021 soll der Teich fertig sein.  Ans Netz gegangen ist nun auch die offizielle Beelitzer LAGA-Internetseite www.laga-beelitz.de

(Text und Fotos: Claudia Krause)

 

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