Marina Ringel, Bernhards Knuth, Joachim Muus und Uwe Hensel

LAGA-Geschäftsführerin Marina Ringel, Geschäftsführer und Bürgermeister Bernhard Knuth, Projektleiter Joachim Muus und Prokurist Uwe Hensel (v.l.).

Landesgartenschau Beelitz beginnt in drei Tagen

Am 14. April beginnt die Landesgartenschau Beelitz. Bis zu 450.000 Besucher werden an den 201 Tagen bis zum 31. Oktober erwartet. Das Motto der Landesgartenschau lautet „Gartenfest für alle Sinne“, das Leitmotiv ist die Kulinarik. Beelitz ist schließlich als Spargelstadt bekannt, will bei der Gartenschau aber auch beweisen, dass kulinarisch noch weit mehr als das Edelgemüse zu bieten hat. Zugleich sorgen unter anderem rund 150.000 Frühblüher in den Wechselflorbeeten, 1,5 Millionen Blumenzwiebeln und 57.000 Stauden für ein buntes Blumenmeer.

In den vergangenen Jahren sind auf dem rund 15 Hektar großen Gartenschaugelände südlich der historischen Altstadt ein neues Festspielareal, ein von vielen Beeten und Attraktionen geprägter Park an der Nieplitz sowie ein landschaftlich gehaltener Bereich in den Archegärten entstanden. Insgesamt wurden auf dem Gelände Investitionen in Höhe von rund 22 Millionen Euro realisiert, gefördert durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt Klimaschutz sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung. Der veranschlagte Kostenrahmen wurde eingehalten.

Bernhard Knuth, Bürgermeister und Geschäftsführer der Landesgartenschau: „Mit unserem Konzept zur Landesgartenschau sind wir von Anfang an darauf bedacht gewesen, den Gästen einmalige Eindrücke zu vermitteln und gleichzeitig bleibende Werte zu schaffen. Unsere Investitionen werden dauerhaft erhalten bleiben und über Jahre hinweg für eine weitere Belebung der ganzen Region sorgen. Gleichzeitig binden wir unsere historische Altstadt auf noch nie dagewesene Weise in die Gartenschau ein: 14 Blumenhallenschauen werden in der Stadtpfarrkirche St. Marien – St. Nikolai inmitten der Altstadt für florale Höhepunkte sorgen. Um die Kirche herum bietet der Regionalmarkt mit mehr als 60 wechselnden Ausstellern ein Schaufenster des ganzen Landes. Fast 10.000 verkaufte Dauerkarten zeigen, dass das Konzept die Menschen überzeugt.“

Marina Ringel, Geschäftsführerin der Landesgartenschau: „Erstmals zahlen Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr keinen Eintritt für eine Brandenburgische Landesgartenschau. Nicht nur dadurch sind wir besonders familienfreundlich: Auf dem Gelände ist einer der größten Spielplätze des Landes mit rund 6.000 Quadratmetern Fläche entstanden, zudem gibt es viele Veranstaltungen speziell für Kinder wie Märchenlesungen oder das Taschenlampenkonzert. Große Konzerte und spannende Gespräche sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung. Allein für die sieben großen Sommerkonzerte wurden bereits gut 4.500 Karten verkauft. Doch auch die für Besucher kostenlosen Veranstaltungen wie die sonntäglichen Sommergärten sind hochkarätig besetzt.“

Joachim Muus, Projektleiter der Landesgartenschau: „Unser Leitmotiv Kulinarik wird für die Besucher schon am Haupteingang sichtbar: Bunte Cocktailbeete begrüßen die Gartenschaugäste gemeinsam mit den vielfältigen Themengärten. Cocktails – natürlich auch alkoholfrei – kann man auf dem Cocktailschiff BEEThoven direkt an der Nieplitz genießen. Hier wie auch an der Hauptgastronomie, dem WiesenCafé, dem MühlenCafé, dem FoodTruck am Spielplatz und dem ArcheGrill sorgt der Spargelhof Klaistow für hochwertige regionale Gerichte. Und in der SommerKüche kann man den Köchen live über die Schulter schauen, die Rezepte mitschreiben und am Ende natürlich auch probieren.“

Viel ausprobieren können Kinder auch beim Grünen Klassenzimmer, welches die Grüne Liga Berlin auf der Landesgartenschau organisiert. Mehr als 320 Veranstaltungen für Kita- und Schulkinder sind an den Gartenschautagen geplant, bis zur 9. Klasse ist das Angebot kostenlos, 50 Euro kosten die Kurse für eine zehnte Klasse. Das Grüne Klassenzimmer wird vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg unterstützt.

Lernen können auch die erwachsenen Gartenschaubesucher viel: Im GartenInfoTreff werden täglich Vorträge rund um gärtnerische Themen und unser heimisches Obst angeboten. Imker und Wildbienenfreunde erklären die Lebensweise der Insekten. Der Naturpark Nuthe-Nieplitz gibt Einblicke in die Landschaft um Beelitz. Die Ortsteile der Spargelstadt geben mit abwechslungsreichen Programmen Einblicke in ihre Traditionen. Brandenburgs Städte und Dörfer mit historischen Kernen stellen sich ebenso vor wie der Landkreis Potsdam-Mittelmark, das Beelitzer Logistikbataillon der Bundeswehr oder der Immobilienentwickler KW-Development.

Auch Kunst und künstlerische Darstellungen werden bei der Landesgartenschau großgeschrieben: Neben vielen Kunstwerken auf dem Gelände wird es wechselnde Ausstellungen märkischer Künstlerinnen und Künstler in der Mühlenremise und in Gartenhäusern geben.

Neues lernen können Besucher auch im Spargelmuseum, welches im Eintritt der Landesgartenschau enthalten ist. Hier wird der Spargelanbau seit seinen Anfängen vor gut 160 Jahren erklärt, zudem gibt es Einblicke in die Spargelküche und Beelitzer Traditionen rund um das Edelgemüse.

Während der Landesgartenschau wird zudem das Mühlenmuseum in der historischen Wassermühle eröffnet. Archäologische Funde in Form eines Wasserkanals auf dem Mühlenhof und historischer Fundamente stehen einer Museumsöffnung zum Gartenschauauftakt entgegen, da sie zunächst noch auf ihre Statik hin geprüft werden müssen. Vor der Wassermühle ist das historische Mühlenfließ, ein einstiger Nebenarm der Nieplitz, als 200 Meter lange Installation wiederentstanden. Ein Kunstwerk von Christoph Dahlberg symbolisiert das einstige Rad der Wassermühle, das bis in die 1960er Jahre aktiv war.

X