Landesgartenschauen im Land Brandenburg

Wer ausgedehnte Spaziergänge zwischen kunstvoll gestalteten Blumenbeeten liebt, wessen Augen sich nicht satt sehen können an Blüten, Stauden, Gräsern, wachsenden Gärten und vielem mehr, wer sich gern ein romantisches Plätzchen im Grünen sucht oder es liebt, seinen Cocktail unter blühenden Bäumen zu genießen – der ist genau richtig auf einer Landesgartenschau in Brandenburg. Die siebente Landesgartenschau (LAGA) wird derzeit in der Spargelstadt Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark vorbereitet. Laster transportieren Tonnen von Erde, Steine werden gesetzt, Bäume und Sträucher gepflanzt…Planer und Gartenarchitekten geben sich in der Kleinstadt an der Nieplitz ein Stelldichein. Spaziergänger können zusehen, wie rasch sich das künftige Gelände der Landesgartenschau 2022 verändert– zur Freude der Beelitzerinnen und Beelitzer. Und wenn sich am 14. April 2022 unter dem Motto „Gartenfest für alle Sinne“ die Tore zur Landesgartenschau in Beelitz öffnen, setzt die Stadt eine ziemlich erfolgreiche Gartenschau-Tradition fort, die zur Jahrtausendwende im Süden des Landes begann.

Im Jahr 2000 hieß es in Luckau: „Ein Blütenfest zwischen historischen Mauern“. Mit der Brandenburger Landesgartenschau-Premiere entstand in der Kleinstadt im Landkreis Dahme-Spreewald eine Symbiose zwischen der historischen Altstadt mit Stadtmauer und Stadtgraben sowie den Parks im Norden und Süden der Stadt. Auch in die Gartenausstellung eingebundene privat genutzte Gärten begeisterten die Besucherinnen und Besucher. 20 Jahre ist das jetzt her und noch heute erinnern sich die Menschen hier sehr gern an jene Tage und Wochen.

Zwei Jahre später folgte Eberswalde. Motto dieser Gartenschau im Landkreis Barnim: „Blumenträume am Finowkanal“. Auf den Flächen eines alten Walzwerks wurde der Familiengarten Eberswalde als Landschaftspark entwickelt. Er lädt noch heute zum Bummeln, Verweilen und zahlreichen Veranstaltungen ein.

Rathenow war im Jahr 2006 „Den Farben auf der Spur“. Dass sich die Stadt im Havelland in den vergangenen Jahren so herausgeputzt hat, verdankt sie auch der Landesgartenschau im Optikpark. Denn Gartengestaltung in dieser Form ist immer auch Stadtentwicklung. Den Fördermittelgebern sei Dank. Dem Optikpark ist es übrigens in besonderer Weise gelungen, die LAGA-Euphorie der Menschen hier wach zu halten. Gern besuchen sie ihren Optikpark noch heute.

Ähnliches gelang in Oranienburg. Im Jahr 2009 entstanden hier rund um das Schloss „Traumlandschaften einer Kurfürstin“. Und die hatten es in sich. Die Kulisse mit Schloss und Park war ein Traum, beides verlieh sich gegenseitig Glanz. Wer heute durch den weitläufigen Schlosspark spaziert, erinnert sich ganz sicher an kreativ gestaltete Blumenschauen oder fröhlich spielende Kinder oder Enkel auf den Spielplätzen zurück.  Auch mehr als ein Jahrzehnt nach der Gartenschau kommen Besucherinnen und Besucher längst nicht nur aus dem heimischen Landkreis Oberhavel.

Prenzlau, die heimliche Hauptstadt der Uckermark, gestaltete 2013 „Die Grüne Wonne“ und blühte wie ihre Vorgänger-Städte regelrecht auf. Stadtpark, Seepark, die schön gestaltete Uferpromenade – all das lädt noch heute zum Verweilen ein. Ganz zu schweigen von der Innenstadt mit Marienkirche in Backsteingotik aus dem 13. Jahrhundert.

„Rundum schöne Aussichten“ vom 70 Meter hohen Turm der St. Marien-Kirche und entlang der historischen Stadtmauer konnten Garteninteressierte 2019 in Wittstock im Landkreis Ostprignitz-Ruppin genießen. Hier ist die Erinnerung noch besonders frisch – beispielsweise an farbenprächtige Frühblüher, die auch ein Jahr später noch fröhlich sprießen, an Konzerte und Veranstaltungen, sowie genussvolle Momente im Amtshof.

Und nun also Beelitz im Jahr 2022. Die nächsten Blütenträume entstehen am Flüsschen Nieplitz.