Milan und Müller statt grauer Wände

Unspektakulär graue Trafostationen sind kaum noch zu finden in der Region: Allerorten sieht man stattdessen kunstvolle Bilder von Landschaften, Pflanzen und Tieren – oder eine Spargelkönigin, so wie in der Trebbiner Straße am östlichen Ortseingang von Beelitz. Seit mittlerweile 17 Jahren lässt der regionale Stromnetzbetreiber e.dis die technischen Bauten gestalten und trägt damit Einiges bei zum malerischen Bild brandenburgischer Städte und Gemeinden. In Beelitz sind nun zwei weitere Kunstwerke dazugekommen, und zwar auf dem künftigen Gelände der Landesgartenschau 2022.

So ist die Trafostation am Eingang zum Festspielgelände, direkt hinter der Nieplitzbrücke, mit einer Wiesenkulisse und einem großen Rotmilan verziert worden, auch der Fluss selbst ist dargestellt. Ein weiterer Blickfang ist direkt an der Treuenbrietzener Straße entstanden, die dortige Station wird nun von einer Holzbrücke verziert, über die ein Müller mit seinem Esel geht – passend zur Wassermühle nebenan und zur Bockwindmühle einen guten Kilometer außerhalb, die ja ebenfalls ein Beelitzer Wahrzeichen ist.

Übernommen hat die Gestaltung die Stahnsdorfer Maler- und Gestaltungsfirma „Motiv-Wunsch“. „Wir arbeiten mittlerweile mit vier Firmen zusammen, um die Trafostationen zu gestalten, rund 60 kommen pro Jahr dazu“, berichtete Sandy Schramm, der bei der e.dis für das Kommunalmanagement zuständig ist. Ein weiterer Blickfang ist direkt an der Treuenbrietzener Straße entstanden, die dortige Station wird nun von einer Holzbrücke verziert, über die ein Müller mit seinem Esel geht – passend zur Wassermühle nebenan und zur Bockwindmühle einen guten Kilometer außerhalb, die ja ebenfalls ein Beelitzer Wahrzeichen ist.

„Die e.dis ist für uns als Stadt ein wichtiger Partner, mit dem wir seit vielen Jahren gut zusammenarbeiten. Deshalb möchten wir ein bisschen über das übliche Engagement hinausgehen.“

Gemeinsam mit Bürgermeister Bernhard Knuth wurde heute in Beelitz erörtert, wie das Unternehmen in die Landesgartenschau eingebunden werden kann. „Die e.dis ist für uns als Stadt ein wichtiger Partner, mit dem wir seit vielen Jahren gut zusammenarbeiten“, erläuterte Knuth. „Deshalb möchten wir ein bisschen über das übliche Engagement hinausgehen.“ Bei einem Rundgang über das Gelände gab es die Gelegenheit, Ideen zu sammeln – und zu sehen, welche gemeinsamen Punkte es bereits gibt.

So spielt das Thema Elektromobilität eine große Rolle für die LAGA. Gerade erst sind an den vier Beelitzer Bahnhöfen sowie an der Stadtpfarrkirche Ladestationen für E-Bikes ans Netz gegangen, schon seit längerem gibt es die Stromtankstellen für E-Autos auf den Parkplätzen am Ärztehaus, auf dem Parkplatz nahe des Deutschen Hauses und dem Park-und-Ride-Platz am Liebknecht-Park. Und nun werden auf dem großen Hauptparkplatz, der neben dem Feuerwehrstützpunkt in der Trebbiner Straße liegt, weitere Anschlüsse installiert – für strombetriebene Fahrzeuge, aber auch zur Versorgung der 16 Wohnmobilstellplätze. Hier gibt es bereits eine weitere Trafostation, die nun auch noch gestaltet werden soll – rechtzeitig bis zum Beginn der Gartenschau, wie Sandy Schramm versprach. Auch der Stromkasten direkt am Spargelmuseum soll noch eine Farbkur erhalten.

Zur Landesgartenschau könnte man genau dieses Projekt, welches seit so vielen Jahren läuft, in den Fokus rücken, schlug der Bürgermeister vor. „Möglich wäre doch, dass auch die kleinen Verteilerkästen überall auf dem Gelände gestaltet werden: nicht im Vorfeld, sondern während der Schau.“ Dadurch, so die Idee, könnte man noch deutlicher darauf aufmerksam machen, was überall im Lande schon längst zum Orts- und Landschaftsbild gehört – und vielleicht nicht mehr so stark wahrgenommen wird, wie es das eigentlich verdient hätte.

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