Die zweieinhalb Meter hohe Phönix-Skulptur
Die Figur der Tänzerin

Mit Phönix auf der LAGA

Würdevoll wacht der zweieinhalb Meter hohe Phönix über das Beelitzer Gartenschau-Gelände. Der mythologische Metallvogel mit Rost-Oberfläche im Vintage-Look gehört zu den neuesten Zugängen auf dem Areal der künftigen Beelitzer Landesgartenschau, gemeinsam mit Auerhähnen, Gärtnern und Tänzerinnen hat er in dieser Woche seine neue Stellung eingenommen. „Der Phönix steht in der Mythologie für den Wiederanfang und passt damit perfekt auf unser Gartenschaugelände. Denn auch hier, wo einst das baufällige Freibad und an einer anderen Ecke die Reste eines Klärwerkes standen, gibt es jetzt einen Neubeginn“, begründet Bürgermeister Bernhard Knuth die Wahl der Figur. Denn auf dem einstigen Freibadgelände ist ein Spielplatz entstanden, das frühere Kleinkindbecken dient dabei als Matschparadies. Und aus einem ehemaligen Klärbecken wird aktuell ein Feuchtbiotop inklusive Amphibienpfad zur Nieplitz.

Die Figuren stammen genau wie mehrere Steinstatuen auf dem LAGA-Gelände von der Firma Gartentraum aus Jena. Die Skulpturen im Rost-Look sind mit einer speziellen Schutzschicht versehen, die 50 Jahre halten soll. Nach diesem Zeitraum können die Tiere und Sagengestalten restauriert werden. Damit auch der stärkste Wind die Figuren nicht umwirft, sind sie im Boden verschraubt. Sie werden auch nach der Landesgartenschau, die vom 14. April bis 31. Oktober 2022 geöffnet ist, auf dem als Stadtpark nachgenutzten Areal an der Nieplitz für Höhepunkte sorgen.

Doch Phönix und Co. sind nicht die einzigen künstlerischen Glanzpunkte auf der Gartenschau: Entlang des Mühlenfließes stehen bereits drei Skulpturen einer englischen Bildhauerin. Und bereits vor mehreren Jahren zum ersten Beelitzer Kunst- und Handwerkermarkt hat der Salzbrunner Künstler José Nuevo bereits – ebenfalls aus Metall im Rostlook – aufgeständerte Stühle an die Nieplitz gebracht. Aktuell fertigt er mehrere Trinkwasserbrunnen für das Gartenschauareal, und als Kunstbeauftragter der Landesgartenschau kuratiert er die Ausstellungen in der Remise der Wassermühle. 24 Künstler werden dort ihre Werke in wechselnden Ausstellungen präsentieren.

Regionale Künstler haben zudem die Möglichkeit, ihr Schaffen auf dem Gartenschaugelände zwischen parkähnlichen Arealen und Kleingärten zu zeigen. Seit Jahrzehnten befinden sich Kleingärten, die von der Stadt verpachtet werden, auf dem Gelände. Kein Kleingärtner wurde für den Event aus seinem grünen Paradies vertrieben, die Stadt hat die Kleingärtner sogar durch den Bau neuer Zäune und ähnliches unterstützt. Die von engagierten Beelitzern gepflegten Gärten werden Pflanzenfreunden zusätzliche Höhepunkte bereiten.

Für drei Gärten hatten sich jedoch zuletzt keine Nachpächter gefunden: Zwei von ihnen baut die Stadt zu Mustergärten um. Der dritte Garten spiegelt hingegen das Leitmotiv der Gartenschau, die Kulinarik, wieder: Hier werden sich Brandenburger Winzer präsentieren können. Der Garten liegt direkt am „KüchenSommer“, der voll ausgestatteten Außenküche auf dem Gartenschaugelände, auf der Profis und Hobbyköche vor bis zu 50 Zuschauern ihr Können unter Beweis stellen können. „Wer Lust hat, sich dort in lockerer Atmosphäre an Herd oder Backofen auszuprobieren und ein paar Anekdoten zum Lieblingsgericht zu erzählen, kann sich noch unter (033204)391210 oder info@laga-beelitz.de anmelden“, so Projektleiter Joachim Muus. Die Rezepte von Profis und Hobbyköchen werden gesammelt und ergänzen im Laufe der 201 Gartenschautage eine gedruckte Sammlung, die es Gästen ermöglicht, entdeckte Gaumenfreuden auch am heimischen Herd nachzukochen.

Die Eisenfigur der Tänzerin

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