Am Kletterparcours

Die kleinen Tester waren mit dem großen Spielplatz sehr zufrieden.

Schüler entdecken die Landesgartenschau

Es herrscht bunter Trubel auf dem Gartenschaugelände: Die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Fichtenwalde stürmen auf den Spielplatz zu, den sie an diesem Vormittag testen wollen. Ältere Kinder ziehen mit Handy oder Fotokamera ausgestattet über das Gartenschaugelände, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. An der Grundschule läuft derzeit eine Projektwoche, allein am Dienstag waren knapp 120 Kinder aus Fichtenwalde auf dem Gartenschaugelände. „Jede Klasse besucht in diesem Jahr die Landesgartenschau, jeweils unter einem anderen Aspekt“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Katja Zirzow.

Sie ist mit Schülern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe auf dem großen Spielplatz in der Mitte des Geländes. Ihre Aufgabe in dieser Woche: Die Spielplätze der Stadt testen. Und das mit System. Die Kinder haben einen Auswertungsbogen erarbeitet, bei dem sie Spaß, Abenteuerfaktor und Sicherheit bewerten sowie notieren, ob es Toiletten, Mülleimer oder Schattenplätze gibt.

Das Ergebnis ist eindeutig: „Der Spielplatz ist echt gut. Es gibt viele Sachen zum Spielen, besonders cool ist der große Rutschenturm“, urteilt der achtjährige Lean. Die gleichaltrige Miriam mag hingegen die kleinere Rutsche am Ende des Kletterparcours lieber: „Da kann man sich so schön hinaufziehen.“

Fünf Spielplätze in Beelitz und den Ortsteilen testen die Kinder in der Projektwoche. Die Ergebnisse werden am Samstag, den 14. Mai von 10 bis 12 Uhr beim Tag der offenen Tür der Grundschule Fichtenwalde präsentiert. „Wir werden mit unseren Schülern definitiv noch einmal zur Landesgartenschau fahren. Die Busanbindung ist super, und nach den Sommerferien wird das eine gute Gelegenheit für die Kinder, zu Teams zusammenzuwachsen“, so Katja Zirzow.

„Es ist schön zu sehen, wie gut die Landesgartenschau auch von den Schulen angenommen wird. Nicht nur, dass die Kurse des Grünen Klassenzimmers fast ausgebucht sind, auch durch Initiativen wie die Fichtenwalder Projektwoche kommen die Kinder und lernen hier unter freiem Himmel. Wir unterstützen das als familienfreundliche Stadt gern dadurch, dass Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr keinen Eintritt zahlen müssen“, so der Bürgermeister und LAGA-Geschäftsführer Bernhard Knuth.

Die Fichtenwalder Lehrerin Marion Jende hält solche Ausflüge auch in punkto Zusammenhalt und Integration für wichtig. „Wir haben heute 14 ukrainische Schülerinnen und Schüler mit auf dem Gelände, die erst seit kurzem an der Schule sind. Das ist eine perfekte Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen.“

Eine Übersetzungs-App auf den Handys hilft, die Sprachbarriere abzubauen. Die Schüler der sechsten Klasse sollen sich schließlich austauschen und gemeinsam das 15 Hektar große Gartenschaugelände erkunden. Dafür hat sich Marion Jende eine Foto-Schnitzeljagd ausgedacht: Auf einem Geländeplan hat sie zehn Sehenswürdigkeiten markiert, die die Jugendlichen entdecken und fotografieren sollen.

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