Vorab-Bescherung für die Landesgartenschau

Wichtel aus Pinienzapfen, Weihnachtssterne aus Papier und viele andere dekorative Dinge sind es, welche die Frauen vom Kunstkreis „Kreativ in Beelitz“ bei ihren regelmäßigen Treffen herstellen. „Bei uns ist das ganze Jahr über ein bisschen Weihnachten“, erzählt Beate Kringel, die sich vor einigen Jahren mit Gleichgesinnten zusammengefunden hat, um gemeinsam kleine Kunstwerke für den Hausgebrauch zu basteln, häkeln, malen oder auf andere Art und Weise zustande zu bringen.

Neben der Geselligkeit, die wie so vieles andere derzeit pausieren muss, geht es den acht Frauen auch darum, sich gesellschaftlich zu engagieren. Denn ihre Erzeugnisse verkaufen sie mittlerweile schon traditionell auf dem Beelitzer Adventsmarkt – und stellen die durchaus beachtlichen Erlöse einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung. Das 2018 eingenommene Geld wurde an den Brandenburger Wünschewagen des ASB gespendet, die Einnahmen vom vergangenen Jahr nun haben sie für die Landesgartenschau 2022 in Beelitz gespendet. Die 350 Euro können für eines der vielen Vorhaben, welche die Stadt in diesem Zuge umsetzt, verwendet werden.

„Wir möchten uns damit bei der Stadt bedanken, die uns ihre Räume zur Verfügung stellt und damit auch einen Beitrag für die Laga leisten“

„Wir möchten uns damit bei der Stadt bedanken, die uns ihre Räume zur Verfügung stellt und damit auch einen Beitrag für die Laga leisten“, erklärt Frau Kringel, die in Beelitz eigentlich als Heilpraktikerin arbeitet. Sie und ihre Mitstreiterinnen haben bis vor kurzem die Räumlichkeiten in der Alten Posthalterei nutzen können, seit Anfang des Jahres nun treffen sie sich in der Berliner Straße 27a, wo sich auch die Beelitzer Tafel befindet. Dort gibt es nicht nur einen Werkraum, sondern auch Lagermöglichkeiten für Werkzeug und Materialien.

„Der Austausch untereinander gehört für uns dazu: Wir unterhalten uns, sammeln Idee und planen gemeinsam unsere Vorhaben, die wir dann für den Weihnachtsverkauf umsetzen“, berichtet Beate Kringel. Über den Sommer mussten in diesem Jahr viele Treffen aufgrund der Corona-Eindämmung ausfallen, einige Stücke habe man aber dennoch fertigstellen können. Die werden dann entweder 2021 zum Adventsmarkt verkauft oder gehen auf Vorbestellung direkt zur Kundschaft.

„Wir konnten in der Vergangenheit schon einige Kontakte knüpfen und jetzt fragen die Leute an, was es bei uns Neues zu kaufen gibt.“ Ein Verkaufsschlager sind zum Beispiel die „Fünf-Minuten-Weihnachts-Tüten“, in denen sich eine Kerze, etwas Gebasteltes, eine kleine Geschichte und etwas Süßes befinden. Dennoch bleibt alles im überschaubaren Rahmen, „wir sind kein gemeinnütziger Verein, sondern machen das als reines Hobby“. Soweit es geht, treffen sich die Frauen alle drei Wochen. Die älteste ist übrigens schon 90 Jahre– und trotzdem so geschickt wie manch Jüngerer nicht.

„Man sieht daran, wie unsere Gartenschau aus der Mitte der Bürgerschaft unterstützt wird und darüber freue ich mich ganz besonders.“

Für Bürgermeister Bernhard Knuth ist die Spende ein wichtiges Zeichen: „Man sieht daran, wie unsere Gartenschau aus der Mitte der Bürgerschaft unterstützt wird und darüber freue ich mich ganz besonders.“ Es zeige zudem auch die wechselseitige Wirkung, die durch die Landesgartenschau hervorgerufen wird: Während die Laga – speziell in diesem Falle – durch die Kunst unterstützt wird, werde im Gegenzug die Kunst wiederum durch die Gartenschau gefördert. Denn der Hof der ehemaligen Wassermühle, die derzeit umfassend saniert wird, soll 2022 zum Ausstellungs- und Arbeitsort für regionale Künstler werden. Ähnlich verhalte es sich auch mit den Spargelbaubetrieben, den Vereinen,  Restaurants und vielen weiteren Unternehmen: Sie alle profitieren von der Gartenschau und tragen und unterstützen diese im Gegenzug, wo sie können.

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