Blumen am Nieplitzufer vor der neuen, weißen Holzbrücke.

Zwei neue Holz-Höhepunkte an der Nieplitz

Weiß glänzen sie in der Sonne und spiegeln sich in der welligen Nieplitz, die gemächlich unter ihnen hindurchplätschert: Zwei neue Holzbrücken über das Beelitzer Stadtflüsschen zieren jetzt das künftige Gelände der Landesgartenschau. Eine verbindet das Areal rund um das Cocktailschiff „BEEThoven“ mit dem Feuchtbiotop „WasserTurm“ auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks und dem Festspielareal. Die zweite der zwei Meter breiten Fußgängerbrücken verbindet den großen Spielplatz mit der Freilichtbühne und dem südlichen Stadtbereich. Zwischen ihnen liegt die bereits bestehende gepflasterte Überführung.

„Die neuen Brücken verbinden nicht nur die Areale nördlich und südlich der Nieplitz, sie fügen sich auch wunderbar ins Gelände ein und sorgen zusammen mit den neuen Terrassen am Fluss für noch mehr Aufenthaltsqualität am Wasser“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. „Wir haben uns bewusst für Holzbrücken entschieden, da sie sich deutlich besser in die natürliche Landschaft einpassen und zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit gehören.“ In den Bau der Brücken, die 18 beziehungsweise 20 Meter lang sind, wurden rund 210.000 Euro investiert

Die Holzbrücke hinter Schilf.

Wie für den Großteil aller Neubauten im Rahmen der Gartenschau gilt auch hier, dass die Investitionen nicht nur für die 201 Gartenschautage genutzt werden: Auch darüber hinaus wird es Veranstaltungen auf dem Festspielareal geben, das die Besucher vom Hauptparkplatz hinter der Feuerwehr aus über die östliche der beiden Brücken erreichen. Die westliche dient künftig Familien als kürzestem Weg zwischen Auto und dem großen Spielplatz.

Blick von der Brücke auf das Cocktailschiff.

Während die Terrassen an der Nieplitz schon jetzt – immerhin acht Monate vor der Gartenschau – rege von den Beelitzern genutzt werden, um von dort aus Schwäne und Enten zu füttern, sind die Brücken derzeit noch nicht an das Wegenetz angeschlossen und ihre Zuwegungen mit Bauzäunen abgesperrt. Und das hat gute Gründe: Zwar liegt auf den Hauptwegen des Geländes bereits eine graue Asphaltschicht und sie können selbstverständlich betreten werden. Noch fehlt aber die letzte Schicht, die aus farbigem Asphalt bestehen wird, wie man ihn in der Region etwa von der Promenade der Potsdamer Hegelallee kennt. „Um Farbunterschiede in der Deckschicht zu vermeiden, muss der helle Asphalt auf allen Wegen zügig hintereinander weg aufgebracht werden“, erklärt Matthias Weigt, Bauleiter der Landesgartenschau. Das geschieht erst, wenn die Hauptarbeiten auf dem Gelände abgeschlossen sind und keine schweren Fahrzeuge mehr unterwegs sind, deren Reifen eventuell für Verfärbungen auf der frischen Wegeschicht sorgen würden. Dann werden auch die Zuwegungen zu den neuen Holzbrücken fertiggestellt – das Herbstlaub werden die Beelitzer also von den neuen Brücken aus über der Nieplitz fallen sehen.

Da die drei Flussüberführungen des Gartenschaugeländes ohnehin jeweils kaum hundert Meter auseinanderliegen und die gepflasterte Brücke zwischen den beiden neuen Holzbrücken liegt, bleiben die Wege auch jetzt überschaubar – zumal das Festspielareal auf der südlichen Nieplitzseite aktuell noch entsteht. Aber spätestens, wenn dort ab dem 14. April regelmäßig hunderte Menschen gleichzeitig zu Abendveranstaltungen und Konzerten mit prominenten Gästen wie Beatrice Egli über die Nieplitz wollen, werden auch die neuen Brücken ihren großen Auftritt haben.

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